Pellets nach Maß:
HD und HD+

Die Mindestanforderungen an Holzpellets für verschiedene Einsatzbereiche, wie private Einzelfeuerungen, Großanlagen oder Industrieanlagen, werden in der Europäischen Norm 14961-2 definiert. Basierend auf dieser Norm haben sich Standards in Form von Zertifizierungssystemen wie ENplus oder DINplus entwickelt und durchgesetzt. Aber auch innerhalb dieser Standards gibt es immer noch eine zu große Bandbreite an zulässigen Qualitäten. HD-Pellets heben sich davon nochmals deutlich ab. 

Nur beste Hersteller produzieren HD und HD+ Qualität.
Die einzigartige, patentrechtlich geschützte* HD-Technologie kombiniert mit dem Know-how und der Sorgfalt erfahrener Pelletsproduzenten ist Garant für unsere überlegene Qualität!

*u. a. Patentnummer DE 10 2013 022 395

Neben der bewährten HD-Qualität haben wir ein weiteres Längendesign für Pellets entwickelt: Bei HD+ werden Pellets > 30mm konsequent ausgeschlossen. Die hohe Durchschnittslänge bleibt jedoch erhalten. Dies führt zu einer noch höheren Konzentration der Pellets im Ideallängenbereich. Dadurch werden Fließ-, Förder- und Ver­bren­nungs­ei­gen­schaf­ten nochmals deutlich verbessert.

Holzpellets-Qualitäten im Vergleich

Höchste Qualität ohne Kompro­mis­se!

Konventionelle Fertigungstechnik ermöglicht eine hohe Durchschnittslänge nur, wenn man  dafür einen hohen Anteil sehr langer Pellets in Kauf nimmt. Und Homogenität ist systembedingt nur mit einem extrem hohen Kurzanteil möglich. Da beide Extreme qualitativ unzureichend sind, muss in der Praxis stets ein mehr oder minder guter Kompromiss gewählt werden.

Die patentierte HD+ Technologie hingegen schafft erstmals das, was mit herkömmlicher Fertigungstechnik einfach nicht machbar ist: die absolut höchste Konzentration von Pellets im verbrennungstechnisch optimalen Ideallängenbereich. Und dies mit geringem Kurzanteil und dennoch ganz ohne Pellets über 30 mm Länge.

HD/HD+

Detailinformationen zu den Attributen

Staub- und Bruchbildung

Staub und Bruch im Pelletslager entsteht vor allem beim Einblasen, wenn sich kleine Partikel von den Pellets lösen. Dies geschieht hauptsächlich an den empfindlichen Stirnflächen. Daher entsteht bei Pellets mit geringer Durchschnittslänge deutlich mehr Staub und Bruch als bei Pellets mit höherer Durchschnittslänge.  Ein erhöhter Anteil von Bruch und Staub wirkt sich negativ auf das Fließverhalten aus und kann dazu führen, dass sich Förderschnecken festfahren. Mit zunehmendem Anteil von Bruch und Staub wird zudem auch die Verbrennungsqualität schlechter.

Entstehung von Flugasche

Bei höherem Anteil von Bruch und Staub im Pelletslager erhöht sich auch der Flugascheanteil, da die feinen Partikel direkt nach Eintritt in die Brennkammer vom Sog der Verbrennungsluft mitgezogen werden. Dies führt zu einer stärkeren Verunreinigung der Rauchgaszüge durch Ablagerungen. Die Konsequenz daraus: ein unsauberer Verbrennungsprozess.

Neigung zu Verschlackung

Von Verschlackung spricht man, wenn sich die Asche über ihren Erweichungspunkt erhitzt, zähflüssig wird und sich beim Abkühlen bimssteinartige Klumpen bilden.
Da viele Rostreinigungssysteme von Pelletsheizungen Probleme haben diese Klumpen aus der Abbrandzone zu befördern, sammelt sich die Schlacke dort an, bis der Heizbetrieb unterbrochen wird und die Anlage in den Störungsmodus geht. Dann helfen nur noch eine manuelle Rostreinigung und ein Neustart der Heizung.
Die Hauptursache für Verschlackungen liegt bei Holzpellets in verunreinigtem Rohstoff durch Siliziumverbindungen. Das bedeutet, es gelangen geringe Mengen Silikat in die Holzspäne. Dies hat zur Folge, dass die Erweichungstemperatur der Asche gesenkt wird und diese schon bei üblichen Brennraumtemperaturen verschlackt anstatt als feines Pulver in den Aschekasten zu rieseln.
Aber auch die Längenverteilung kann Einfluss auf die Schlackebildung haben. Ein hoher Anteil sehr kurzer Pellets führt zu einem sehr dicht gepackten Glutbett, durch welches die zugeführte Verbrennungsluft nicht gleichmäßig zirkulieren kann. An einigen Stellen strömt dann mehr Luft als an anderen und es kann dort zu einem „Düseneffekt“ kommen. Punktuell führt dies zu einem deutlichen Temperaturanstieg, so dass dort der Verschlackungsprozess abläuft. Dieses Problem tritt verstärkt auf, wenn die Ascheerweichungstemperatur des Holzes eher im unteren Grenzbereich liegt und die Pellets einen geringen Wassergehalt haben.

CO im Rauchgas

Der Kohlenmonoxidanteil (CO) im Rauchgas ist ein Indikator dafür, wie sauber die Verbrennung abläuft. Verschiedene Untersuchungen unabhängiger Institute haben gezeigt, dass sich unter anderem ein höherer Anteil kurzer Pellets, Staub und Bruch negativ auf die Emissionen auswirkt.
So hatten Pellets in HD-Qualität aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften im direkten Vergleich bis zu 37% weniger Kohlenmonoxid im Rauchgas als konventionelle Normpellets.*
*Feuerungs- und fördertechnische Bewertung von Holzpellets mit verbesserten physikalischen Eigenschaften, Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe 03/2014.

Verstopfung Saugsystem

Die Europäische Norm 14961-2 gibt eine maximal zulässige Länge bei Brennpellets von 40 mm vor, 1% der Pellets darf sogar bis 45 mm lang sein. Bei eher langen, konventionell hergestellten Pellets findet man produktionsbedingt relativ häufig einzelne Pellets mit Überlänge > 45 mm.
Bei den gängigen Heizungsinstallationen werden Schläuche, Anschlussstücke etc. mit einem Querschnitt von 50 mm verbaut, welcher in Biegungen weiter reduziert sein kann. Pellets mit Überlänge können sich in diesen Förderwegen querstellen und eine Verstopfung verursachen. Das ärgerliche ist, ein einzelner zu langer, unter Millionen korrekter Pellets, kann somit zu einem Heizungsstillstand führen. 

Probleme bei Schneckenförderung

Die Längenverteilung wirkt sich stark auf die Förderraten in Transportschnecken aus. Dies ist vor allem bei den Stokerschnecken, welche die Pellets in die Brennkammer transportieren, von Bedeutung.
Ein hoher Anteil kurzer Pellets führt zu einer erhöhten Förderrate, ein hoher Anteil langer Pellets zu einer verringerten Förderrate. Werden pro Taktung zu viele Pellets gefördert, führt dies zu einer unsauberen, unvollständigen Verbrennung und damit zu Einbußen bei Effizienz und Verbrennungsqualität. Bei einer zu niedrigen Förderrate kommt es gegebenenfalls zu Leistungseinbußen, vor allem im Volllastbetrieb.
Liegen die Pellets, wie bei der konventionellen Herstellung üblich, in inhomogener Mischung vor, ändert sich die Förderrate pro Taktung relativ stark. Die Heizungssteuerung muss dementsprechend häufig nachregeln und sich immer wieder auf unterschiedliche Brennstoffmengen einstellen. Bei diesen Regelprozessen geraten die Verbrennungsparameter kurzfristig aus dem Optimalbereich, was sich in Summe gegenüber Pellets mit sehr homogener Längenverteilung als Wirkungsgradverlust niederschlägt.

Strombedarf Schnecke

Längere Pellets ab ca. 30 mm können sich vor dem Einlass in den Schneckenkanal oder die Zellradschleuse aufstellen, so dass sie dort durch die Flügel der Schnecke oder Schleuse abgeschert werden müssen. Der erhöhte Kraftaufwand der dazu nötig ist führt zu einer gesteigerten Stromaufnahme des Motors.

Laufgeräusche Schnecke

Je höher der Anteil längerer Pellets > 30 mm ist, desto mehr „Knackgeräusche“ sind wahrnehmbar. Diese werden bei Kaminöfen im Wohnbereich häufig als störend Empfunden.  Nähere Informationen hierzu finden Sie auch unter dem Punkt „Strombedarf Schnecke“. 

Störungsanfälligkeit bei Kaminöfen

In Kaminöfen werden vornehmlich Pellets aus Säcken verbrannt. Das bedeutet die mechanischen Belastungen für die Pellets sind deutlich geringer als bei Pellets die in ein Lager eingeblasen werden. Staub und Bruch spielen daher eine untergeordnete Rolle, störend sind vor allem längere Pellets > 30 mm. Diese wirken sich negativ bei der Verbrennung in Kaminöfen aus, da sie ursächlich für Brückenbildungen und Verstopfungen sein können, sowie den Strombedarf und die Laufgeräusche bei Schnecken erhöhen können. 

Allgemeine Störungsanfälligkeit

Störungen des Heizbetriebes durch Qualitätsmängel an Pellets können verschiedene Ursachen haben. Sei es ein hoher Anteil an kurzen Pellets sowie Bruch und Staub oder zu viele lange oder gar überlange Pellets. Auch die Oberflächenbeschaffenheit, die mechanische Festigkeit und die chemischen Bestandteile der Pellets sind wichtige Qualitätsmerkmale. Normalerweise kommt es nur zu Störungen durch Qualitätsmängel wenn eine negative Eigenschaft zu stark ausgeprägt ist, sprich die zulässigen Grenzwerte nicht eingehalten werden. Aber es können auch innerhalb der zulässigen Normen Probleme im Heizbetrieb entstehen wenn verschiedene nur mäßig ausgeprägte negative Eigenschaften kombiniert auftreten und sich in ihrer Wirkung wechselseitig verstärken.